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| Allgemein zum Thema
Gesundheit und Pflege unser Tiere |
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Krankheiten
unserer Kaninchen
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Listerose
Anzeichen:
Anzeichen für diese Krankheit sind
Lichtempfindlichkeit, unkontrollierte, kreisende Bewegungen,
Schiefhaltung des Kopfes, Nahrungsverweigerung und plötzlich
eintretender Tod.

Auslöser:
Listeriose ist eine bakteriellen
Krankheit die durch Listerien (Erreger: Listeria
monocytogenes) hervorgerufen wird. Listerien befallen
meistens das Gehirn von Kaninchen, können aber auch die
Blutbahn oder die Gebährmutter befallen.
Die Erreger werden über den Kot
ausgeschieden und so an Artgenossen übertragen.
Behandlung:
In jedem Fall sollte ein Tierarzt
aufgesucht werden, da Listeriose nicht nur innerhalb kürzester
Zeit zum Tode führen kann, sondern auch meldepflichtig ist.
Auch Menschen mit einem geschwächten
Immunsystem (z.B. HIV-positv) und andere Tiere (u.a.
Meerschweinchen, Hunde, Katzen, Pferde), können sich mit
dem Erreger infizieren.
Vermeidung:
Eine ausgewogene und nährstoffreiche
Futterzusammenstellung, sowie ein sauberes (nicht steriles!)
Kaninchenheim verringern das Risiko einer Erkrankung.
Unnötige Stresssituationen sollten
vermieden werden, da diese eine Erkrankung fördern können.
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Kokzidiose
Anzeichen:
Ein Anzeichen für
diese Krankheit ist ein schleimiger, wässriger bis blutiger
Durchfall. Weitere Anzeichen sind Nahrungsverweigerung, ein
aufgeblähter Bauch und struppiges Fell.

Auslöser:
Die Kokzidiose ist
eine parasitäre Krankheit, die durch einzellige
Sporentierchen hervorgerufen wird. Die Erreger können den
Darm (Darmkokzidiose) und die Leber (Leberkokzidiose)
befallen.
Viele Hauskaninchen
sind Kokzidienträger. Diese Kaninchen erkranken zwar nicht,
aber sie scheiden den Erreger mit dem Kot aus und übertragen
ihn so an ihre Artgenossen.
Behandlung:
Die Kokzidiose kann
je nach Allgemeinzustand des Kaninchens innerhalb
weniger Tage verheilen oder zum Tode führen. Gerade bei
Jungtieren ist eine hohe Todesrate zu verzeichnen, aus
diesem Grunde ist es ratsam einen Tierarzt aufzusuchen.
Wurde Kokzidiose
festgestellt ist es unbedingt erforderlich, dass das
Kaninchenheim gründlich gereinigt wird - am besten mit
kochendem Wasser, da dies den Erreger abtötet. Um eine
starke Vermehrung des Erregers zu vermeiden, sollte das
Kaninchenheim jeden zweiten Tag - auch hier am besten mit
kochendem Wasser - gereinigt werden.
Vermeidung:
Um Kokzidiose zu
vermeiden sollte das Kaninchenheim regelmäßig gereinigt
und die Einstreu zweimal wöchentlich gewechselt werden.
Trinkflaschen und Näpfe sollten regelmäßig gereinigt und
desinfiziert werden.
Vorbeugend kann man
Regelmässig eine Kur mit Baycox
(beim Tierarzt erhältlich) machen.
Empfiehlt sich jedoch nur in betroffenen beständen.
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Encephalitozoonose
Anzeichen:
Ein deutliches
Anzeichen für diese Krankheit ist die Schiefhaltung oder
Verdrehung des Kopfes. Diese Krankheit kann sich aber auch
durch Gleichgewichtsstörungen, fehlende Koordination, Lähmungen
an den Hinter- oder Vorderläufen und Kopf und Ohren schütteln
äußern.
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Auslöser:
Die
Encephalitozoonose ist eine parasitäre Krankheit die durch
den Erreger Encephalitozoon Cuniculi hervorgerufen wird.
Encephalitozoon Cuniculi greift das zentrale Nervensystem
von Kaninchen an.
Die Sporen des
Encephalitozoon Cuniculi werden über den Urin und Kot des
erkrankten Kaninchen ausgeschieden. Allein das Beschnüffeln
ist für eine Übertragung der Krankheit auf andere
Kaninchen ausreichend. Erkrankte Muttertiere geben die
Krankheit bereits an den ungeborenen Nachwuchs weiter.
Auch Menschen mit
einem geschwächten Immunsystem (z.B. HIV-positv) und andere
Haustiere (z.B. Hunde, Meerschweinchen), können sich mit
dem Erreger infizieren, da es sich um eine Zoonose handelt.
Behandlung:
Nur ein Tierarzt
kann feststellen, ob ein Kaninchen mit dem Erreger
Encephalitozoon Cuniculi infiziert ist. Je eher der Erreger
erkannt und behandelt wird, umso höher sind die Chancen
einer Heilung und umso geringer sind die dauerhaften Schädigungen
des Nervensystems. In der Regel bleiben leichte
Schiefstellungen des Kopfes und kleine Koordinationsstörungen.
Beides behindert Kaninchen im Normalfall nicht.
Vermeidung:
Gegen den Erreger
Encephalitozoon Cuniculi gibt es keinen Impfstoff.
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Durchfall
Anzeichen:
Ein Anzeichen dieser Krankheit ist
weicher, breiiger Kot. Auch schmieriger Kot ist bereits ein
erster Warnhinweis. Neben der Substanz ändert sich auch der
Geruch (meist unangenehm) und die Farbe des Kot. Leidet ein
Kaninchen an Durchfall ist die Afterregion häufig mit Kot
verklebt.
Auslöser:
Durchfall ist eine
Verdauungserkrankung, die meistens durch verdorbenes oder
falsches Futter hervorgerufen wird. Durchfall kann aber auch
durch bakterielle Infektionen und Magen-Darm-Parasiten
verursacht werden.
Behandlung:
Leidet ein Kaninchen an Durchfall
sollte es zwei bis drei Tage nur Heu und frisches Wasser in
unbegrenzter Menge erhalten, damit sich die Darmflora
regenerieren kann. Ist die Afterregion stark verschmutzt,
ist es ratsam diese zu reinigen, da sonst Infektionen und
Entzündungen entstehen können. Sollte der Durchfall
anhalten, ist es ratsam einen Tierarzt aufzusuchen. Bei flüssigem
Kot (wie Wasser), sollte direkt ein Tierarzt aufgesucht
werden.
Vermeidung:
Die Darmflora von Kaninchen ist
empfindlich und lässt sich leicht stören. Aus diesem
Grunde sollte darauf geachtet werden, dass Kaninchen keine
verdorbene oder giftige Nahrung zu sich nehmen.
Die Nahrung sollte überwiegend aus
Heu, Gras und Grünfutter bestehen, da zucker- und stärkehaltige
Nahrung in zu großen Mengen Durchfall fördern. Aber auch
zu schnell durchgeführte Nahrungsumstellungen können Auslöser
für Durchfall sein.
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Fell-
und Hautprobleme
Anzeichen:
Das Fell von gesunden Kaninchen ist
immer sauber, dicht, glänzend und liegt am Körper an. Ein
Anzeichen für Krankheiten und Befall von Parasiten ist
struppiges, mattes Fell. Auch kahle Stellen im Fell,
Schuppen und Juckreiz sind Anzeichen für eine Krankheit
oder Parasiten.
Nicht immer sind kahle Stellen im
Fell ein Anzeichen für Krankheiten oder Parasiten.
Kaninchen wechseln alle drei Monate ihr Fell und gerade in
den wärmeren Monaten kommt es oft zu vermehrten kleineren
kahlen Stellen.

Auslöser:
Auslöser dieser Fell- und
Hautprobleme können Hautpilze, Parasiten, wie Milben, oder
Allergien sein. Auch Fütterungsfehler können zu Fell- und
Hautproblemen führen.

Behandlung:
Bei Fell- und Hautproblemen sollte
ein Tierarzt aufgesucht werden. Dieser erkennt die Ursache
und kann eine entsprechende Behandlung einleiten.
Eycalyptus Öl in den Nackenbereich
träufeln kann helfen.
Vermeidung:
Fell- und Hautprobleme können
durch richtige Nahrung und ein sauberes Kaninchenheim
verringert werden. Sollte ein Kaninchen während des
Fellwechsels an starkem Fellausfall leiden, kann dem
Kaninchen durch entsprechende Pflegehandschuhe und Kämme
geholfen werden.
Einen 100%igen Schutz vor Parasiten
und Allergien gibt es nicht.
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Zahnprobleme
Anzeichen:
Unnatürlich gewachsene,
hervorstehende oder abgebrochene Zähne sind ein deutliches
Anzeichen für Zahnprobleme. Aber auch langsames Fressen, übertriebenes
Kauen, übermäßiger Speichelfluß, permanenter Verlust und
auslutschen des Futters deuten Zahnprobleme an.
Durchfall kann auch ein Anzeichen sein!
Also beim Durchfall vorsichtshalber auch mal auf Die Zähne
gucken.
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die normale Stellung der
Schneidezähne eines Kaninchens. Durch den Kontakt feilen
sich die Zähne, die beim Kaninchen ein Leben lang wachsen,
kontinuierlich ab.
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ein Kaninchen mit fehlgestellten
Schneidezähnen. Die Zähne haben keinen Kontakt. Sie
wachsen immer weiter und führen so zu Verletzungen oder
brechen ab und verursachen so Schmerzen.
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auch die Backenzähne können
bei Kaninchen missbildet sein und schief wachsen.
Sie können somit in den Mundraum
wachsen und die Zunge verletzten
oder in die Wange wachen und böse
Entzündungen hervorrufen.
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Auslöser:
Ein häufiger Auslöser von
Zahnproblemen ist falsche Fütterung. Da die Zähne von
Kaninchen permanent nachwachsen, muss für einen
entsprechenden Abrieb gesorgt werden. Zahnprobleme können
aber auch genetisch - also vererbt - sein.
Ein Sturz auf die Zähne, ständiges
nagen an Gittern oder Mangelerscheinungen können Auslöser
abgebrochener Zähne sein.
Behandlung:
Bei Zahnproblemen sollte ein
Tierarzt aufgesucht werden. Dieser kann zu lange oder
schiefgewachsene Zähne entsprechend kürzen oder
abschleifen. Die Nahrung sollte entsprechend angepasst und
durch kleinraspeln vereinfacht werden.
Vermeidung:
Vererbte Zahnprobleme lassen sich
nicht vermeiden, hier wird häufig ein regelmäßiger
Tierarztbesuch notwendig.
Die Nahrung sollte überwiegend aus
Heu, Gras und Grünfutter bestehen. Hierdurch wird ein
gleichmäßigiger und regelmäßiger Abrieb der Zähne gewährleistet.
Tiere mit Zahnmissbildung sollten keinesfalls in der Zucht
eingesetzt werden.
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