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vorbereitete Zuchtarbeit ist umsonst, wenn es nicht gelingt, im
anstehenden Zuchtjahr die für die Weiterzucht vorgesehenen Tiere
auch rechtzeitig, nach dem im Winter in der Zuchtpause vorgesehenen
Plan, zur Fortpflanzung zu bringen. Fehler in der Haltung der Tiere
können sich recht schwerwiegend auswirken, weil sie in der Regel
alle Zuchttiere treffen und so jeden Zeitplan umwerfen können.
In
der Zuchtruhe, also in der Zeit, in der die Tiere außer ihrer
Erhaltung keine zusätzliche Leistung zu vollbringen haben, darf
auch nur Erhaltungsfutter gereicht werden. Dieses soll vollwertig
und ausreichend sein, darf aber nicht mehr und auch nicht höherwertiger
sein, als es für die Erhaltung notwendig ist. Jedes mehr verteuert
die Haltung und dient nicht der Gesunderhaltung der Zuchttiere.
Verfettete Zuchttiere machen eine erfolgreiche Weiterzucht unmöglich.
Die Erzeugung von Fett, wenn überhaupt gewünscht, muss auf dem
billigsten Wege erfolgen.
Im
Winter sollte einmal überlegt werden, wie bessere Lichtverhältnisse
in den meist zu dunklen Ställen herbeigeführt werden können. Es
ist von Vorteil, die kurzen Wintertage durch ausreichende
Beleuchtung zu verlängern. Der Tag ist bis auf 14 Stunden
auszudehnen. Zuviel Dunkelheit und damit bedingte Zwangsruhe ist den
Zuchttieren nicht förderlich.
Kurze
Zeit vor dem Beginn der Zucht sollten die vorgesehenen Zuchttiere
einer Vorbereitung unterzogen werden. Bei wenig gehaltvollem
Erhaltungsfutter sollen spätestens jetzt Futterzusätze eine
bessere Futterzusammensetzung gewährleisten. Auch hier ist zu überlegen,
ob nicht ein Vitaminstoß angebracht ist, der noch bei der Nachzucht
wirksam sein kann.
rechtzeitig
vor Beginn der Zucht sind alle Kaninchen gründlich zu untersuchen.
Wird etwas unerwünschtes gefunden, dann kann vielleicht noch
rechtzeitig für Abhilfe gesorgt oder der vorgesehene Plan
umgestellt werden.
Aus
Fortpflanzung und Zuchtverfahren in der Kaninchenzucht von Karl Weißenberger
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